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Vertretung von Pastorin Else Bernds- Fischer wegen Abwesenheit

5 Januar 2016

Liebe Gemeinde,

in den Monaten Januar bis März 2016 werde ich von Pastor Zellmer aus Siedenbollentin vertreten. Wenn Sie ein Anliegen haben wenden Sie sich bitte während der drei Monate an ihn.

Festnetz: 03969 510426

Mobil: 0162 9278532

Sprechstunde im Pfarrhaus Hohenbollentin:

Dienstags von 14:00 Uhr bis 15:00 Uhr

 

Wir werden während dieser Zeit in den Südstaaten der USA sein und auf neue Erfahrungen in der weltweiten Christenheit zugehen. Ab April mache ich wieder Dienst in Hohenbollentin.

 

Ihnre Pastorin Bernds- Fischer

Gottesdienst mit Einweihung des Turmraumes – Kirche Lindenberg – 06.09.2015 um 14:00 Uhr

16 August 2015

Die Einweihung des Turmraumes in der Kirche Lindenberg

Termin : 6. September 2015 (Sonntag)
14.00 Uhr

Nach dem Einweihungsgottesdienst (Pastorin Bernds-Fischer und Propst Panknin) wollen wir uns in und an unserem neuen Turmraum bei Kaffee und Kuchen freuen und Pläne schmieden, wie wir ihn mit Leben erfüllen – denn wir sind die Kirche.

Herzliche Einladung an dieser Stelle an alle Gemeindemitglieder der Kirchengemeinde Hohenbollentin – Lindenberg, Mitglieder des FV Kirche Lindenberg e. V., an alle Handwerker, die im und am Turmbau beteiligt waren, an die Planer und Architekten, die den Bau begleitet haben, an alle Spender und Sponsoren und an Interessenten und Freunde.

… dafür um GOTTES Segen bittend …

Petra Czesnick

Entstehung unseres neuen Turmraumes

16 August 2015

Wie unser Turmraum entstand

Am 17. 5. 2012 fand die Turmweihfeier in Lindenberg statt. Nach langer Planungsphase und einer überschaubaren Bauphase (1. 9. 2011 – 20. 4. 2012) konnte der Kirchturm mit seinem Wetterhahn wieder jedem anzeigen, wo unsere schöne Kirche im Ort zu finden ist.

Im Turm befindet sich die Glockenstube mit einer Glocke. Darüber – in die Spitze des Turmes hinein – gibt es eine Leiter, mithilfe derer man bis zu den Fenstern in der Turmspitze steigen und die tolle Aussicht ins Augrabental genießen kann.
Im Turmsockel entstand ein Raum, der tags durch das eingebaute Lichtband gut beleuchtet ist und uns für die Zukunft als Winterkirche und Gemeinderaum dienen soll.

Das Jahr 2013 begann mit Planungs- , Vorbereitungs- und Finanzbeschaffungsmaßnahmen. Nach einem spätsommerlichen Arbeitseinsatz, bei dem der Boden im Turmraum ausgehoben worden war, wurden als erstes Maurer- und Malerarbeiten durchgeführt (Innenwände, Decke und Fußbodenunterbau – im Oktober 2013). Dannach wurden die Fenster im Turmraum eingebaut.
Dann erfolgte in einem weiteren Arbeitseinsatz von freiwilligen Gemeindegliedern der Durchbruch zum Kirchenschiff. Dabei entdeckten die fleißigen Helfer Wandmalereien, die in die Zeit der Wandmalereien im Kirchenschiff zu datieren sind (1597).
Baustopp! Denn nun musste der Denkmalsschutz die Malereien begutachten und ein Restaurator Sicherungsarbeiten durchführen. Das kostete Zeit und Geld (Fördermittel wurden beantragt). Im Juni 2014 restaurierte Herr Gebler das Wandgemälde im Bogen des Durchganges vom Kirchenschiff zum Turmraum.
Es zeigt einen Ausschnitt aus der Christopherusgeschichte.
Nun erst (2014/2015) konnte der Fußboden fertiggestellt, die Glastür (im Bogen) gefertigt und eingepasst und die Elektrik, Heizungs- und Beleuchtungsanlage installiert werden.
Im August 2015 ging es dann an die Einrichtung des neuen Gemeinderaumes/ Winterkirche.
Das Rednerpult aus dem ehemaligen Gemeinderaum zieht mit 24 neuen Stühlen und einem modernen Highboard in den nun fertigen Raum ein.

Vollversammlung 2015

7 August 2015

Was gab`s Neues auf der Vollversammlung unseres Vereins?

Am 22. Mai 2015 fand unsere diesjährige Vollversammlung im Gemeinderaum in Lindenberg statt.
Als erstes gab der Vorsitzenden H.- L.. Viebahn einen Bericht, der sich auf die Baufortschritte beim Turmraumbau, die begonnene Rekultivierung des Friedhofes, Baumschnitt- und fällungsarbeiten und die Organisation eines Konzertes der Kleinen Kantorei Demmin zur Orgeleinweihung bezog. Kritisch wurde angemerkt, dass die oft schon bemängelte Nichthörbarkeit der Glocke im Ort noch immer nicht behoben worden ist.

Die Pastorin Bernds-Fischer informierte über den Verkauf des ehemaligen Pastorates von Lindenberg an Herrn Thiedemann und gab den Einweihungstermin für den Turmraum bekannt : 6. September 2015. Propst Panknin wird unser Gast sein.

Es folgte der Finanzbericht von P. Czesnick.

Nun zu den künftigen Vorhaben :
Organisation von 1 -2 Konzerten pro Kalenderjahr
Kauf von neuen Stühlen für den Turmraum/ Winterkirche
Sparvorhaben für eine 2. Glocke
Organisation von einer Ausstellung pro Kalenderjahr ( einheimischer Künstler )
weitere Rekultivierung des Friedhofes ( Umgestaltung des hinteren Teils zu einem Arboretum )

Rücktritt und Entlastung des Vorstandes

Auf der diesjährigen Vollversammlung trat unser langjähriger Vorsitzender H.-L. Viebahn aus Altersgründen zurück. Unsern Dank für seine geleistete Arbeit bekundend ernannten wir Ihn zum Ehrenvorsitzenden des FV Kirche Lindenberg e.V. Ohne seine Hingabe ans Projekt wäre der Kirchturm wohl heute noch eine Ruine.
Nun stand die Neuwahl des Vorstandes an : drei Vorstandsmitglieder
Vorsitzender: Thomas Herold
Stellvertreter: Daniel Otto
Schrift- und Kassenwart: Petra Czesnick

Für die Arbeit, die nunmehr anliegt, wünschen wir uns eine gute Zusammenarbeit mit dem KGR Hohenbollentin-Lindenberg unter der Leitung von Fr. Pastorin Bernds-Fischer, neue Mitglieder im Förderverein, die unsere Altersstruktur etwas verjüngen und das Wichtigste – GOTTES Segen für all unsere Bemühungen.

Verfasser P. Czesnick

Lindenbergs kleine Kirchen-Königin erklingt nun wieder ganz romantisch

4 Januar 2015

Der Nordkurier, Demminer Zeitung berichtete am 29.12.2014 folgendes:

 

Klein, aber fein: Die Orgel in der Lindenberger Dorfkirche klingt nach ihrer Restaurierung nun wieder so romantisch wie vor fast 150 Jahren von Barnim Grüneberg intoniert.    Foto: Thoralf Plath

Klein, aber fein: Die Orgel in der Lindenberger Dorfkirche klingt nach ihrer Restaurierung nun wieder so romantisch wie vor fast 150 Jahren von Barnim Grüneberg intoniert. Foto: Thoralf Plath

 

von Thoralf Plath

 

O du fröhliche: Rechtzeitig zum Heiligabend wurden die Orgelbauer fertig! Jetzt „stimmt“ sie wieder, die Dorfkirche von Lindenberg: Die kleine Grüneberg- Orgel hat ihre Stimme zurück. Schön und klar wie vor 150 Jahren.

 

Lindenberg. Waltraud John freut sich immer noch, auch zwei Tage nach Weihnachten. „Gespielt wurde sie ja vorher auch, aber da waren eben viele Töne kaputt. Jetzt klingt sie doch ganz anders“, sagt die Küsterin der Lindenberger Dorfkirche. „Und das an Heiligabend, die Kirche voll und dann Weihnachtslieder mit der renovierten Orgel, das war natürlich besonders schön.“

 

Nun „stimmt“ sie also auch wieder, Lindenbergs gotische Wehrkirche auf ihrem Hügel am Rand des Augrabentals. Erst drei Jahre ist es her, seit sie ihren spitz aufragenden Turm wiederbekam, und nun klingt auch die in der Empore hineinkomponierte Orgel wieder so, wie sie der berühmte Stettiner Orgelbaumeister Barnim Grüneberg anno 1867 geschaffen hatte: ausgeprägt romantisch, mit elf weich intonierten Registern.

 

Die Schäden an dem fast 150 Jahre alten Instrument seien „beträchtlich“ gewesen, entsinnt sich der Orgelbeauftragte des Pommerschen Evangelischen Kirchenkreises, Stefan Zeitz. Und lobt die Arbeit Andreas Arnolds und seiner Firma „Mecklenburger Orgelbau“ aus Plau am See: Nach der umfangreichen Restaurierung komme das Klangbild dem romantischen Original Grünebergs nun wieder sehr nahe.

 

Das fand zur Einweihung im Advent auch Kirchenmusikdirektor Thomas Beck, als Demminer Kantor mit Meister Grünebergs romantischen Klängen bestens vertraut: Auch die Demminer Orgel, ursprünglich ein Werk des Berliner Carl August Buchholz, ist im 19. Jahrhundert von dem Stettin Genie erweitert worden und zählt heute zu den bedeutendsten Romantik- Instrumenten im Ostseeraum.

 

Mit so einer Perle kann die Lindenberger Grüneberg- Orgel natürlich nicht mithalten. Doch die Musikauswahl des Einweihungkonzertes, eingespielt mit der Kleinen Kantorei aus Demmin und von Prätorius bis zu Benjamin Britten reichend, zeigte, das auch diese kleine Königin der Sakralmusik ein Publikum zu bezaubern versteht.

 

Mit Lindenberg hat Pastorin Else Bernds- Fischer in ihrem Pfarrbereich nun die dritte restaurierte Orgel – nach Schwichtenberg und Hohenbollentin im vorigen Jahr. Möglich wurde das unter anderem durch eine Spende des Demminer Orgelfördervereins, der sich die Rettung gerade der kleinen Dorfkirchen- Orgeln zu einer seiner vornehmsten Aufgaben gemacht hat.

 

Kontakt zum Autor

t.plath@nordkurier.de

 

 

Und so klingt die Orgel jetzt:

Pièce d’Orgue von Johann Sebastian Bach, gespielt von KMD Thomas K. Beck

 

Kurzinformation zum Stand der Bauarbeiten im Turmraum der Kirche Lindenberg

10 August 2014

Liebe Besucher unserer Internetseite,
nachdem im vorigen Jahr die Bauarbeiten im Turmraum begonnen haben und dabei wertvolle mittelalterliche Wandmalereien zutage traten, wurden in diesem Jahr diese Zeugnisse aus vergangenen Zeiten von einem Restaurator gesichert und z. T. wiederhergestellt. Es handelt sich um Bilder des Hlg. Christopherus – wie passend platziert: trägt er Christus sinnbildlich über die Schwelle vom Kirchenschiff in den Turmraum? Inzwischen sind die Planungsarbeiten durch das Architektenbüro Heinz abgeschlossen. Wenn Herr Schalinski – Baubeauftragter des Kirchenkreises – dagegen keine Einwände hat, kann nach einer beschränkten Ausschreibung der Einbau des Fußbodens, der Glasverbindungstür und der Heizung stattfinden. Der Kirchengemeinderat stimmte den Plänen bereits zu und der FV hat in seiner Vollversammlung am 5. 4. 2014 ein unbedingtes Fertigstellen des Raumes noch in diesem Kalenderjahr geplant. Vorgesehen ist dafür der September. Bei Einhaltung des Zeitplanes können wir den Einzug entweder zum Erntedankfest oder zum Reformationstag feiern. Es ist schon sehr wichtig, dass der Raum vor dem Winter bezugsfertig wird, da das Pfarrhaus in Lindenberg in gute Hände verkauft worden ist und uns deshalb aber der Gemeinderaum in Lindenberg fehlt.
Bitten wir den HERRN um ein gutes Gelingen!

Petra Czesnick

Hier wurde vor 500 Jahren gemahlt

30 Juni 2014

Der Nordkurier berichtete am 24.06.2014 über die Gewölbemalereien in der Lindenberger Kirche und schrieb Folgendes:

 

Von Jana Otto

Wie ein unvollständiges Puzzle wirken die historischen Zeichnungen am Torbogen in der Lindenberger Kirche. Mutmaßungen, was auf dem Torbogen abgebildet sein könnte, gab es viele. Ein Restaurator löste jetzt das Rätsel.

 

Restaurator Simon Gebler (rechts) erklärt Pastorin Else Bernds-Fischer und Thomas Herold, welche Stellen der mittelalterlichen Malerei er noch ausbessern möchte. FOTO: JANA OTTO

Restaurator Simon Gebler (rechts) erklärt Pastorin Else Bernds-Fischer und Thomas Herold, welche Stellen der mittelalterlichen Malerei er noch ausbessern möchte. FOTO: JANA OTTO

LINDENBERG. Bäume und Häuser, Fragmente eines wallenden Gewandes, ein Bein, das im Wasser steht, und ein kleiner Fuß – mehr ist kaum zu erkennen am Torbogen. Für den Laien ein komplettes Durcheinander. Doch für Diplom-Restaurator Simon Gebler ergeben sie sehr wohl einen Sinn. „Das ist der Heilige Christophorus, der mit dem Jesus- Kind auf dem Arm durch das Wasser schreitet“, erläutert Simon Gebler. Daran besteht für den Fachmann kein Zweifel. Simon Gebler ist sich ziemlich sicher, dass einst der gesamte Torbogen so bemalt war. Heute ist gerade mal noch ein Drittel zu erkennen. Lange Zeit lagen die Zeichnungen unter Steinen
verborgen. Erst im Zuge der Bauarbeiten für die entstehende Winterkirche wurden die Zeichnungen (wieder) entdeckt. Der Torbogen wurde nach dem Brand des Kirchturms im Jahr 1920 zugemacht und war Teil einer Außenmauer. Die Verwitterung über die vergangenen Jahrzehnte hat den Zeichnungen arg zugesetzt, umso glücklicher ist Pastorin Else Bernds-Fischer, dass sich jetzt ein Restaurator der Mauer annimmt. Denn diese Fragmente, auch da ist sich Simon Gebler sicher, sind mit großer Wahrscheinlichkeit die ältesten Zeichnungen, die sich in der Lindenberger Kirche finden lassen. Kirchenaufzeichnungen zufolge wurden die Wände im Kirchenschiff 1597 bemalt. Es ist gut möglich, dass der Torbogen zu dieser Zeit schon fertig war. „Wenn man sich die Farben und die Technik anschaut, bestätigt das die Vermutung, dass es sich hier um die ursprünglichste Form handelt“, sagt Simon Gebler. Anfang des 19. Jahrhunderts wurden viele Bilder einfach übertüncht. Während viele andere Zeichnungen in dem Gotteshaus in den 1950er Jahren bereits eine Restaurierung
erfahren haben, blieb der Torbogen davon ausgenommen. „Das ist definitiv noch die Originalfarbe“, meint der Fachmann. Der mittelalterliche Kirchenmaler habe sein Handwerk verstanden, lobt Simon Gebler. In den noch frischen Putz hatte der Künstler die Zeichnungen einst eingebracht, so dass Putz und Farbe miteinander verschmolzen. Dabei musste jeder einzelne Pinselstrich akurat sitzen. „Die Bilder zeigen einen ganz schnellen Pinselduktus, da steckt richtiges Können hinter“, ist selbst Simon Gebler fasziniert. Auf die Frage, ob er das einstige Bild auf dem Torbogen nicht komplett wiederherstellen könne, schüttelt der Fachmann nur müde lächelnd den Kopf. „Ich sorge dafür, dass das, was jetzt noch vorhanden ist, für die Zukunft erhalten bleibt“, sagt Simon Gebel. Also nichts da mit Vervollständigung. Ganz behutsam retuschiert der Experte einzelne Stellen, damit sie für das Auge des Betrachters wieder eine Einheit bilden. Dabei versucht Simon Gebler gar nicht erst, dem Stil des mittelalterlichen Kirchenmalers möglichst nahe zu kommen. „Später soll ja erkennbar sein, was ist Original und was ist hinzugekommen“, erläutert der Restaurator. Dass es ausgerechnet der Heilige Christophorus ist, der auf dem Torbogen gezeigt wird, ist für Simon Gebler nichts Ungewöhnliches. „Gerade in Eingangsbereichen von Kirchen gibt es ganz viele vergleichbare Darstellungen.“

 

Kontakt zur Autorin
j.otto@nordkurier.de

 

Quelle: Nordkurier, Demminer Zeitung vom 24.06.2014

Eitel Sonnenschein über der Winterkirche

18 Juni 2014

Der Nordkurier, Demminer Zeitung berichtete am 17.06.2014 mal wieder über unsere Lindenberger Kirche folgendes:

 

Von Jana Otto

Nachdem im vergangenen Oktober historische Zeichnungen in der Lindenberger Kirche aufgetaucht waren,  wurden die Bauarbeiten an der Winterkirche erst einmal
gestoppt. Jetzt nimmt das Projekt Winterkiche wieder Fahrt auf.

 

Hanns_Ludwig_Viebahn

Optimistischer Blick: Hanns- Ludwig Viebahn. FOTO: JOT

LINDENBERG. „Wir hoffen, dass sie noch in diesem Jahr fertig wird“, sagt Hanns-Ludwig Viebahn, Vorsitzender des Kirchfördervereins. Unter dem 2013 neu aufgestellten Lindenberger Kirchturm soll auf knapp
25 Quadratmetern ein Raum entstehen, der in der kalten Jahreszeit für Gottesdienste und andere kirchgemeindliche Arbeit genutzt werden kann. Der große Vorteil: Der durch eine Glaswand mit dem Kirchenschiff verbundene Raum lässt sich gerade im Winter viel einfacher beheizen – währenddessen die Gemeindeglieder nicht auf den Blick auf den schönen Lindenberger Altar verzichten müssen. Der Optimismus des Fördervereins-Vorsitzenden ist nicht unbegründet. Schließlich sind ein Großteil der Arbeiten bereits erledigt. Es wurden Wände verputzt, Lichtbänder eingesetzt, die Elektrik für die Wärmestrahler verlegt. Was momentan noch fehlt, ist der Fußbodenbelag sowie die besagte Glaswand. Doch die kann erst eingebaut werden, wenn ein Restaurator den Torbogen genauer unter die Lupe genommen hat. Während der Bauarbeiten waren dort nämlich im vergangenen Oktober historische Zeichnungen freigelegt worden, die solange im Verborgenen schlummerten. „Dieser ursprüngliche Eingang ist nach dem Kirchturmbrand 1920 zugemauert worden, um die Kirche abzudichten“, weiß Hanns-Ludwig Viebahn. Erst das Feuer, dann das jahrzehntelange Regenwasser haben ihre Spuren am alten Gemäuer und an den vergessenen Zeichnungen hinterlassen. Um noch zu retten, was erhalten geblieben ist, nimmt sich in diesen Tagen ein Restaurator der Sache an. Wenn er sein Werk vollendet hat, können auch die restlichen Arbeiten vollbracht werden. Vorausgesetzt, der Kirchgemeinderat kann auf seiner nächsten Sitzung noch ausstehende Entscheidungen treffen. So ist derzeit beispielsweise noch nicht klar, welchen Fußbodenbelag die Winterkirche bekommt. Holz, Beton oder Fliesen stehen zur Diskussion. Hanns-Ludwig Viebahn und seine Mitstreiter im Förderverein haben ihre Entscheidung diesbezüglich schon getroffen. „Die Mehrzahl tendiert zu Holz“, sagt der Vorsitzende. Doch egal, was schließlich verlegt wird, eines steht für Hanns-Ludwig Viebahn schon jetzt fest: „Unsere Kirche hat durch diesen Bau mächtig gewonnen.“

 

Quelle: Nordkurier, Demminer Zeitung vom 17.06.2014

 

 

2 neue Fotos von der Kirche Lindenberg

18 Mai 2014

Wie versprochen habe ich nun endlich ein Luftbild von der Kirche Lindenberg, welches ich während meiner Fahrt mit dem Heißluftballon am 29.04.2014 mit dem Ballonteam Usadel, von Lindenberg nach Teterow, gemacht habe, online gestellt. Zudem hat mein Freund Sebastian noch ein Foto von unserer schönen Kirche im Mai 2014 gemacht. Man findet die Fotos unter der Rubrik „Kirche“.

Der wetterwendische Turmhahn

6 April 2014

Diesen Bericht zu unserem schönen Wetterhahn der Kirche Lindenberg schrieb Paula Lembcke in der Zeitung “ Die Kirche“ vom 20. Mai 1979:

Viele Jahrzehnte hindurch stand der Turmhahn der Lindenberger Gemeinde im Kreis Dem/min seinen Bewohnenrn zur Mahnung und zur Mitteilung der Windrichtung auf der Höhe des spitzen Kirchturms. Am 09. April 1920  schlug der Blitz in den Turm ein. Der Turm brannte bis auf die noch heute zu sehenden Grundmauern ab. Nach vier Jahrzehnten entdeckte man den „getreuen“ Hahn in einem Abstellraum des Pfarrgehöftes. Da die Glocken damals durch die Hitze geschmolzen sind, weiß niemand, wie der Hahn das Feuer überstand. Der Schmied des Dorfes konnte den alten Kupferglanz nach gründlicher Bearbeitung wieder hervorholen und alles, was verbogen war, richten. Der Hahn trägt eine Krone, hat einen hervorgehobenen Kropf und auf einer erhöhten Stange einen Stern.

 

Als zum Erntedankgottesdienst 1978 der Pfarrer der Gemeinde das Gotteshaus betrat, stand zu seiner Überraschung der Hahn auf seinem alten Ständer mit einer Kugel neben dem Altar. Dort soll er nun nicht mehr die Windrichtung angeben, aber er kann die Gemeinde an das erinnern, was vor dem Tode unseres auferstandenen Herrn zwischen Jesus und seinem Jünger Petrus geschah. Petrus sprach zu Jesus: „Wenn sie auch alle Ärgernis nähmen an dir, so will ich’s doch nimmermehr tun.“ Jesus sprach zu ihm: „Wahrlich, ich sage dir: In dieser Nacht, ehe der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen.“ Nachzulesen bei Matthäus, Kapitel 26 in den Versen 33 und 34 sowie 69 bis 75.