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Liebe Besucher unserer Internetseite,

15 Juli 2013

 

heute möchte ich Ihnen von zwei schönen Ereignissen berichten:

Im Jahr 2013 jährt sich die erstmalige urkundliche Erwähnung von Lindenberg zum 730 und Hasseldorfs zum 745 mal. Deshalb veranstaltete der Dorfklub Lindenberg ein großes Jubiläumsfest, an dem alle ansässigen Vereine einbezogen wurden.

So begann diese Festlichkeit am 15. Juni 2013 um 14.00 Uhr in der Kirche Lindenberg mit einem Gospelkonzert. Frau Pastorin Bernds-Fischer begrüßte die Besucher und natürlich ganz besonders die Sänger des Gospelchores „Happy Voices“ aus Stavenhagen.

Zum zweiten Mal gastierte der Chor in unserer Kirche und hat uns mit seinen Liedern berührt, zum Lächeln gebracht und für den Tag fröhlich gestimmt.

Unsere alljährliche Pilgerradtour fand in diesem Jahr wegen des schlechten Wetters am 29. Juni mit dem Auto statt. Zuerst besuchten wir die Kirche Molzahn unserer Nachbarkirchgemeinde. Dort sangen wir alle Strophen des schönen Liedes “ Geh aus mein Herz und suche Freud´“, die uns in Abschnitten zusammengefasst von Frau Pastorin Bernds- Fischer interpretiert wurden. Bevor es weiter ging, erfuhren wir noch einiges Baugeschichtliches und ganz besonders emotional angerührt waren wir von einem kleinen persönlichen Erinnerungsstreiflicht aus der Kindheit von Fr. Thimian, jetzt in Gnevezow wohnhaft.

Während der zweiten Etappe schauten wir uns in der Wolkwitzer Kirche um. Wir erfuhren hier einiges zur hölzernen Madonna, die im vorigen Jahr ihren Platz im Heimatmuseum Demmin gefunden hat, aber eigentlich in Wolkwitz zu Hause ist. “ Großer Gott wir loben dich“ und “ Lobet den Herren“ konnte man dann von der Pilgergemeinde hören.

 

Ein Stück Weges weiter machten wir in Sommersdorf halt.

 Hier waren das alte Gutshaus (das jetzt in Gemeindebesitz ist) und der angrenzende Park mit seinen Baumraritäten Objekte unserer Betrachtung.

 Auch wenn wir uns körperlich doch nicht wie geplant so stark verausgabt hatten, kehrte wir in Grammentin in der Konditorei Komander abschließend ein und stärkten uns mit Eisbecher, Kaffee und Torte. Ein rundum schöner Tag für die Teilnehmer.

Ihre Petra Czesnick

Stellvertretende Vorsitzende des Kirchengemeinderates Hohenbollentin- Lindenberg und Kassen- und Schriftwart des Fördervereins “Kirche Lindenberg e.V.

 

 

Für ein aktives Gemeindeleben

18 Juni 2011

Der Neubau des Turms der Kirche Lindenberg rückt in greifbare Nähe

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

So soll es einmal wieder aussehen… (Foto: privat)

 

Unsere Kirchengebäude: mancherorts scheint ihr Verfall unaufhaltsam. In dieser kleinen Gemeinde aber passiert genau das umgekehrte: eine alte Kirche soll wieder aufgebaut und auch winters mit Leben gefüllt werden. Petra Czesnick aus dem Gemeindekirchenrat und Jutta Viebahn aus der Gemeinde beschreiben, wie alles begann …

 

Wir haben in unserer Gemeinde Lindenberg im Kreis Demmin eine schöne alte Wehrkirche aus dem 16. Jahrhundert. Es ist ein rechteckiger Feldsteinbau, der leider nicht gleich zu entdecken ist. Unserer Kirche fehlt der Turm. 1920 wurde er vom Blitz getroffen und brannte ab. Die Reste des Turmes, das Untergeschoss, blieben erhalten.

Im Inneren der Kirche wurden 1956 bei Restaurierungsarbeiten kostbare Malereien von 1597 freigelegt. Sie wurden wohl im Auftrag des Pommernherzogs Ernst Ludwig angefertigt. Die Bilder wurden übertüncht und gerieten in Vergessenheit. Ebenfalls eine Orgel des Orgelbauers B. Grüneberg und ein kostbarer Renaissancealtar befinden sich in der Kirche. Unser Gotteshaus gehört zu den wertvollsten im ländlichen Raum Mecklenburg- Vorpommerns.

Den Turm dazu wieder aufzubauen, ist schon lange der Wunsch der Gemeinde. Kirchen waren immer Orte der Gebete, der Andacht bei Freud und Leid, der Besinnung und sie sind es bis in unsere Zeit hinein. Wir sollten sie schützen, erhalten und auch wieder aufbauen.

Durch die Wende ermutigt, fasste der Kirchenrat den Beschluss dazu. Aus Amerika bekam der Gedanke Unterstützung. Ein Bürger aus dem fernen Land besuchte unseren Friedhof, seine Vorfahren suchend. Er bemerkte den fehlenden Turm und spendete 100 Dollar für den Aufbau des Turms. Das hat den Kirchenrat ermuntert, sich der Sache intensiv anzunehmen.

1996 gründeten wir einen Kirchturmverein. Viele Jahre bemühten wir uns, das Geld reichte nicht. Im Herbst 2009 bekamen wir einen zündenden Hinweis von Pastor Ott aus Beggerow, dass die Lindenberger Kirche eine Patronatskirche sei und wir aus dem Fond der Patronatsmittel Finanzen beantragen könnten. Was wir sofort taten. Durch die Fürsprache und Unterstützung des damaligen Superintendenten Gienke und Pastor Ott stimmte der Kreiskirchenrat dem Antrag zu.

Patronatsmittel deckten die Hälfte der Kosten. Die andere Hälfte muss der Verein selber aufbringen. Bei der Projektierung entstand der Gedanke, in den Turm eine Winterkirche einzubauen für Gottesdienste und anderer Veranstaltungen. Das alte Pfarrhaus ist nämlich baufällig. Aber wir sind Heimatkirche für Lindenberg und die umliegenden Dörfer: Gemeindemitglieder kommen aus Krusemarkshagen, Hasseldorf, Alt- und Neukentzlin. Und wir wünschen ein aktives Gemeindeleben!

Noch in diesem Jahr soll der Bau beginnen. Ein gutes Stück näher ans Ziel brachte uns Thies Holtmeier auf der letzten Vereinsversammlung, der spontan 10 000 Euro spendete. Unser Gast war nämlich erstaunt, dass es so etwas gibt: dass eine Gemeinde wirklich einen Kirchturm aufbauen will. Auch durch Spenden, Beitragzahlungen, Straßensammlungen u.a. konnten wir eine große Summe aufbringen.

Leider fehlen noch immer große Summen, um die kirchenaufsichtliche Genehmigung durch das Konsistorium in Greifswald zu erreichen.

Darum bitten wir um jede finanzielle Unterstützung, damit der Kirchturmbau unseres alten schönen Gotteshauses wieder aufgebaut werden kann.
Spendenkonto: Förderverein Kirche Lindenberg; Volksbank Demmin; BLZ 15091674; KN 100005930

Quelle: Die Kirche – evangelische Wochenzeitung, 22.05.2011