Beiträge getagged ‘2012’

Fotos vom Erntedank in unserer Kirche am 30.09.2012

30 September 2012

Es gibt endlich wieder neue Fotos von unserer schönen Dorfkirche, dem Altar- und Kirchenraum zu sehen!

Schaut sie euch an!!!

Mehr Spenden nach Konzert

14 September 2012

Der Nordkurier berichtete in seiner Ausgabe am 12.09.2012:

 

Mehr Spenden nach Konzert

 

LINDENBERG. Dank eines tollen Konzertes ist in die Kassen des Lindenberger Kirchfördervereins wieder etwas Geld geflossen. Der A-capella-Chor Demminer Land unter Leitung von Klaus Richter führte in dem Gotteshaus sein neues Programm„Schpil mir a Lidle“ auf. Viele Zuhörer kamen und spendeten insgesamt 414,25 Euro für den Ausbau des Kirchturms. jot

 

Quelle: Nordkurier, Demminer Zeitung vom 12.09.2012

Chor führt begeistertes Publikum ins Schtetl

8 September 2012

Der Nordkurier berichtete in seiner Ausgabe vom 05.09.2012 über unser schönes Benefizkonzert:

 

Chor führt begeistertes Publikum ins Schtetl

 

Von unserem Redaktionsmitglied Jana Otto

 

Zu einem Benefizkonzert luden die Kirchengemeinde Lindenberg und der ortsansässige Förderverein der Kirche in das Gotteshaus. Der A-capella-Chor Demminer Land begeisterte mit seinem neuen Programm.

 

LINDENBERG. „Es war ein wunderbares Konzert“, sagte Pastorin Else Bernds-Fischer und bedankte sich herzlich beim A-capella-Chor Demminer Land für ein tolles Programm. Und damit sprach sie dem zahlreichen Publikum, das in die Lindenberger Kirche gekommen war, aus dem Herzen. Unter dem Motto: „Schpil mir a Lidle“ nahmen die Frauen und Männer des Chores die Zuhörer mit auf eine musikalisch-literarische Reise und begaben sich mit ihnen auf Spurensuche jiddischen Lebens. Diese führten sie vom Mittelalter bis hin in die Weltstadt New York, in der viele Juden heimisch geworden sind. Unter musikalischer Leitung von Klaus Richter präsentierten die Sängerinnen und Sänger ein mal beschwingtes, mal besinnliches Programm. Durch dieses führte Lilo Schlösser, die dem Publikum das Leben und vor allem die Kultur der Menschen jüdischen Glaubens nahe brachte. Zu Gehör kamen neben vertonten Psalmen in hebräischer Sprache, Lieder in Jiddisch, aber auch in Englisch. Die musikalischen Intervalle wurden angereichert mit Anekdoten, kurzen Dialogen und Aphorismen, die gleichzeitig zum Schmunzeln und Nachdenken anregten. Klaus Richter begleitete die Lieder mit dem Keyboard oder mit der Gitarre. Einen großen Anteil am Gelingen dieses Programms hatte neben dem musikalischen Leiter, den Sängerinnen  und Sängern aber auch Thomas Guderle, der die Klarinette spielte, was für viele Konzertbesucher ein ganz besonderes Highlight war, und der mit seinem Instrument sehr deutlich das Lebensgefühl der Juden auf den unter-schiedlichen Stationen ausdrückte. „Die Kultur des Schtetl ist in den Liedern erhalten geblieben“, erläuterte Lilo Schlösser. Die heitere bis schwermütige Melodik der Lieder sorgte für ein Wechselbad der Gefühle und nicht selten für Gänsehaut bei den Zuhörern. „Wir setzen auf die Kraft der Musik als Brücke der Verständigung“, sagte Lilo Schlösser. Der A-capella-Chor verzichtete auf das wohlverdiente Honorar zugunsten der Weiterentwicklung des Lindenberger Kirchturms. Hier planen Kirchgemeinde und Förderverein den Ausbau des Turmraumes, um ihn beispielsweise als Winterkirche nutzen zu können. Doch was noch möglich wäre, konnten sich die Besucher im Anschluss an das Konzert ansehen: Den noch kargen Wänden hatte der Förderverein um den Vorsitzenden Hanns- Ludwig Viebahnmit einer Bilderausstellung Leben eingehaucht. Und schnell war der kleine Raum rappeldicke voll.

Kontakt zur Autorin:
j.otto@nordkurier.de

 

Quelle: Nordkurier, Demminer Zeitung vom 05.09.2012

A- Capella- Chor gibt Benefizkonzert

26 August 2012

Der Nordkurier berichtete in seiner Ausgabe vom 22.08.2012:

 

Der A-capella-Chor Demminer Land gibt ein weiteres Konzert in der Pensiner Kirche. FOTO: GEORG WAGNER

 

LINDENBERG/PENSIN. Der A-capella-Chor Demminer Land gestaltet ein Benefizkonzert für die weitere Sicherung der Lindenberger Kirche. Die Kirchengemeinde hofft natürlich auf viel Publikum für einen guten Erlös zur Sanierung der Kirche. Aber auch die Pensiner Kirchengemeinde soll vom Chor bedacht werden. „Nach dem Weihnachtskonzert hofft man hier auf weitere Konzerte“, sagt Chorleiter Klaus Richter. Man werde allen Wünschen gerecht. Am Sonnabend, 1. September, tritt der A-capella-Chor Demminer Land nach der erfolgreichen Uraufführung in Letzin mit dem neuen musikalisch-literarischen Programm unter dem Titel „Schpil mir a Lidele“ um 16 Uhr in der Kirche Pensin und um 19 Uhr in der Kirche Lindenberg auf. In dem Programm gestaltet der Chor unter der Leitung von Klaus Richter eine Reise vom Jiddischen Schtetl mit Liedern und Texten der osteuropäischen Juden bis nach New York mit bekannten Broadway-Melodien. Eine besondere Note erhält dieses Konzert durch die einfühlsame Klarinettenbegleitung von Thomas Guderle, der das Programm auch durch Klezmermusik bereichert.  gh/kr

 

Quelle: Nordkurier, Demminer Zeitung vom 22.08.2012

Nordkurier berichtet: Doch nicht ausgemustert – Glocke kommt in den Turm

19 August 2012

Am Freitag, den 17.08.2012, berichtete der Nordkurier in der Demminer Zeitung:

 

Damit die Kirchenglocke in Lindenberg wieder geläutet werden kann, muss ein neuer Glockenstuhl her. FOTO: K. GEHRKE

 

Von unserem Redaktionsmitglied Jana Otto

 

Dem neuen Kirchturm in Lindenberg fehlt es momentan noch an Leben: eine Glocke fehlt. Nun soll Abhilfe geschaffen werden.

 

LINDENBERG. Etwas wird es wohl noch dauern, bis die Kirchenglocke in Lindenberg die Gläubigen wieder zum Gottesdienst einlädt. Denn bevor ihr Klang über die Felder tönt, muss erst ein neuer Glockenstuhl angefertigt werden. „Der Auftrag ist bereits erteilt, wir hoffen, dass es bald losgeht“, sagt Pastorin Else Bernds-Fischer. Damit kommen die Lindenberger ihrem Traum von einer Kirche mit Turm und Glocke einen ganzen Schritt näher. Die alte Kirchenglocke, die jahrelang am Boden stand, weil der Turm einst abgebrannt war, wurde bereits während der Bauzeit des Turmes per Kran in die Glockenstube gehievt. Was anfangs beim Experten, dem Glockensachverständigen der evangelischen Kirche, gar nicht gut ankam: Die Glocke hatte nämlich nur noch Bestandsschutz, solange sie am Boden war, hieß es. Doch mittlerweile konnte Entwarnung gegeben werden, wie die Pastorin mitteilte. „Wir hatten großes Glück, dass sie nun doch noch genutzt werden kann“, schätzt Else Bernds-Fischer ein. Allerdings
fehlt in dem neuen Turm, der eine Glockenstube hat, noch der entsprechende Glockenstuhl. Dieser soll nun aber gebaut werden, damit wenigstens eine erklingen kann. Doch die Kirchengemeinde denkt schon weiter und plant gleich, dass in Lindenberg einst vielleicht zwei oder sogar drei Glocken läuten werden. Laut der Pastorin sei der Glockensachverständige nach wie vor auf der Suche nach einem zweiten Pendant. Allerdings sei das nicht so einfach, schließlich müssen beide vom Klang her zueinander passen und harmonieren. „Und da etwas Passendes zu finden, ist wirklich nicht ganz einfach“, weiß Else Bernds-Fischer. Sie hofft, dass der neue, hölzerne Glockenstuhl noch in diesem Herbst fertig wird. Möglich ist diese Neuerrichtung nur, weil die evangelische Kirche Patronatsmittel dafür freigegeben habe, wie die Pastorin sagte.

 

Kontakt zur Autorin
j.otto@nordkurier.de

 

Quelle: Nordkurier, Demminer Zeitung vom 17.08.2012

Ein Turm nach altem Vorbild

18 Mai 2012

Der Nordkurier berichtete am 18.05.2012:

 

 

Die Lindenberger Kirche hat ihren Turm wieder. FOTO: JANA OTTO

 

Von unserem Redaktionsmitglied Jana Otto
In Lindenberg wurde am gestrigen Himmelfahrtstag Geschichte geschrieben: 92 Jahre nach dem Kirchturmbrand konnte ein neuer Turm geweiht werden.

 

LINDENBERG. Unter freiem Himmel und bei schönstem Sonnenschein erlebten gestern Hunderte die Weihung des Lindenberger Kirchturms. „Ein Traum ist wahr geworden“, sagte Superintendent Johannes Staak zuvor in seiner Predigt. Es sei ein großer Tag für Lindenberg und auch für die umliegenden Dörfer. „Dieser Himmelfahrstag wird in die Geschichte eingehen“, so Staak. Denn in der kleinen Augrabengemeinde ist das Wirklichkeit geworden, wofür sich viele Menschen eingesetzt haben: Nachdem der Kirchturm im April 1920 durch einen Blitzschlag abbrannte, wurde er nun wieder aufgebaut. Und so war gestern auch der Tag, an dem gedankt wurde.  Unzählige haben durch ihre Zuwendungen und Spenden die Wiedererrichtung erst möglich gemacht. „Es ist ein echtes Gemeinschaftswerk“, sagte Hanns-Ludwig Viebahn, Vorsitzender des Fördervereins Lindenberger Kirche bei der anschließenden Feier im Gemeindehaus. Es sei ein solider Turm nach altem Vorbild entstanden. Die Besonderheit betonte auch Pastorin Else Bernds-Fischer. „Das werden wir wahrscheinlich nur einmal erleben“, sagte sie. Zwar ist mit dieser Einweihung ein Bauabschnitt beendet, doch das ist nur ein Anfang, wie Johannes Staak sagte. Nicht nur, dass der Turm ein sichtbares Zeichen ist und künftig möglichst viele Menschen anlockt, vielmehr
soll es auch baulich vorangehen. So wird in dem neuen Turm bald eine neue Glocke erklingen. Zudem planen Kirchgemeinde und Förderverein eine Winterkirche. Doch dafür müssen weiter Spenden gesammelt werden. Und damit fingen die Lindenberger gleich an: Nach dem Kaffeetrinken wurden Bilder versteigert, deren Erlös ein Grundstock sein soll. Auch die Mitglieder des Lindenberger Carnevalclubs, die die Gäste umsorgten, spendeten die Einnahmen aus dem Getränkeverkauf dem Förderverein. „Es wird nicht das letzte Fest sein, das wir hier in Lindenberg feiern“, versprach Pastorin Else Bernds-Fischer.

 

Kontakt zur Autorin
j.otto@nordkurier.de

 

Ein Kommentar
von Jana Otto
Zweifler hat es zur Genüge gegeben, doch am Ende sind die Kritiker verstummt: Das Engagement des Lindenberger Kirchturmvereins über viele Jahre hinweg hat sich ausgezahlt. Sie haben ihr Ziel erreicht. Und so kann die Errichtung des Kirchturms als ein leuchtendes Beispiel in der Region gelten. Dafür, dass sich Hartnäckigkeit auszahlt. Denn die Idee einer kleinen Gruppe von Menschen, hat immer größere Kreise gezogen und so konnte ein ehrgeiziges Projekt letztlich umgesetzt werden. Allerdings zeigt dies auch, dass es Menschen braucht, die andere begeistern können und bereit sind, sich auch gegen Widerstände zu behaupten. Mut macht der Lindenberger Kirchturm in dieser Hinsicht allemal. Und es bleibt zu hoffen, dass so noch viel mehr Projekte entstehen, die Wirklichkeit werden.

 

Quelle: Nordkurier, Demminer Zeitung vom 18.05.2012

 

Nordkurier berichtet: Kirchturmweihe steht bevor

17 Mai 2012

LINDENBERG. Nachdem Mitarbeiter der Demminer Firma Horn in den vergangenen Wochen den Lindenberger Kirchturm mit Kupfer beschlagen haben, wurde gestern das Baugerüst abgebaut. Damit sind die Arbeiten pünktlich zur Kirchturmweihe abgeschlossen. Am morgigen Himmelfahrtstag um 14 Uhr wird der Kirchturm mit einem Gottesdienst eingeweiht, anschließend gibt es imLindenberger Gemeindehaus ein kleines Fest mit Kaffee und Kuchen. TEXT/FOTO: JANA OTTO

 

Quelle: Nordkurier, Demminer Zeitung vom 16./17.05.2012

Förderverein plant Bilder- Versteigerung

22 April 2012

In der Demminer Zeitung vom 21.04.2012 stand folgendes:

 

Von unserem Redaktionsmitglied Jana Otto

Am Himmelfahrtstag wird in Anwesenheit von Superintendent Johannes Staak der neue Kirchturm in Lindenberg eingeweiht. Zuvor wird in und um das Gotteshaus herum kräftig gewienert.

 

LINDENBERG. Ein paar Wochen lang schien die neue Turmspitze über der Lindenberger Kirche zu schweben. Jetzt sind Mitarbeiter zweier Baufirmen damit beschäftigt, den Turmhelm zu fertigen, sodass Spitze und Turm eine Einheit bilden. Bis zurWiedereinweihung, die am Himmelfahrtstag um 14 Uhr mit einem Gottesdienst und anschließendem Kaffeetrinken gefeiert wird, sollen alle Arbeiten beendet sein. Selbst das Baugerüst soll bis dahin verschwinden und die Sicht auf den kompletten Turmfreimachen. Und damit zu diesem Festtag die Kirche in neuem Glanz erstrahlt, laden Kirchgemeinde und Förderverein am Sonnabend, dem 5. Mai, ab 9 Uhr fleißige Helfer zu einem Frühjahrsputz in und um das Gotteshaus ein. „Der Turm ist sehr schön, aber auch das Drumherum ist wichtig“, findet Petra Czesnik. So soll sowohl die Kirche selbst als auch der Vorplatz und das Kriegerdenkmal wieder auf
Vordermann gebracht werden. Sogar die Eingangstore sind derzeit in derWerkstatt und werden runderneuert. „Damit nichts klemmt oder quietscht.“ Für die Kirchgemeinde liegt damit das größte Stück ihres Bauvorhabens hinter sich. Allerdings planen die Lindenberger auch noch einen zweiten und dritten Bauabschnitt. Hier soll dann eine Winterkirche im unteren Bereich des Turms und in einem kleinen Anbau eine Teeküche sowie ein Sanitärtrakt entstehen. „Und dafür sammeln wir weiter fleißig Spenden“, sagt Petra Czesnik. Einen ersten Anstoß soll die Versteigerung von Bildern regionaler Künstler bilden – so eine der vielen Ideen der Initiatoren. „Wir sind noch auf der Suche nach regionalen Malern, die diese Aktion unterstützen möchten und uns vielleicht ein Bild zur Verfügung stellen“, erläutert Petra Czesnik. Allein im vergangenen Jahr ihrer großen Spendenaktion, die dann schließlich erst den Aufbau des Kirchturms und der Spitze ermöglicht hat, kamen über 50 000 Euro zusammen. „Darüber sind wir sehr froh. Es zeigt, wie groß das Interesse der Menschen an unserer Kirche ist.“ Und auf dieses Engagement setzen die Lindenberger auch weiterhin. Auch wenn sie sich keinen Illusionen hingeben. „Das größte Stück ist geschafft. Das andere kommt, wenn wir es uns leisten können“, sagt Petra Czesnik, die für die Finanzen im Verein verantwortlich ist.
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j.otto@nordkurier.de

Quelle: Nordkurier, Demminer Zeitung vom 21.04.2012

Die Zimmermänner Steffen Müller und Henry Rachow bereiten die Holzplatten vor, die dann mit Kupfer verkleidet werden. FOTO: JANA OTTO

Turmspitze lockt viele Schaulustige an

25 März 2012

Von unserem Redaktionsmitglied
Jana Otto

92 Jahre nachdem ein Blitzschlag den Kirchturm in Lindenberg zerstörte, konnte gestern nun ein neuer aufgesetzt werden – und das früher als gedacht.

 

LINDENBERG. „Meine Oma hat gesehen, wie der Turm einst abbrannte und ich sehe jetzt, wie er wieder aufgesetzt wird“, sagt Kornelia Böttcher bewegt. Und so empfanden gestern viele Gäste den Augenblick, als die neue, kupferbeschlagene Spitze zu Posaunenklängen auf den Lindenberger Kirchturm schwebte.Mitverfolgen konnte diesen Moment allerdings nur, wer rechtzeitig vor Ort war, denn anders als ursprünglich geplant, gingen die Vorbereitungen der Kranfirma, die am Morgen bereits anrückte, schneller als gedacht. „Bei der Besichtigung schätzten sie, dass sie zwischen 12 und 14 Uhr soweit sein könnten“, sagte Hanns- Ludwig Viebahn, Vorsitzender des Fördervereins Kirchturm Lindenberg. Und auf diese Zeitspanne richteten sich die meisten Interessierten dann auch ein. Allerding waren die Vorbereitungen dann schon gegen 10.30 Uhr abgeschlossen, so dass die Kirchturmspitze sich kurze Zeit später auf den Weg machte. Als sie gegen 11 Uhr sanft auf dem Turm abgesetzt wurde hatten es auch die ersten Sonnenstrahlen geschafft, sich durch die dicke Wolkendecke zu kämpfen. Und so strahlte die glänzende Spitze früher als gedacht in die Gegend und zog dann auch noch zahlreiche Schaulustige an. „Sie ist schon von Krusemarkshagen aus zu sehen“, berichteten die einen aufgeregt und auch aus der Kentzliner Richtung waren solche Stimmen zu hören. Zwar hatten einige das direkte Aufsetzen verpasst doch die meisten konnten dann noch zuschauen, wie der Wetterhahn in einer zweiten Auffahrt des riesigen Krans auf der Turmspitze befestigt wurde. Bereits einen Tag zuvor war die Turmspitze aus einer Lindenberger Werkshalle an den Fuß der Kirche transportiert worden. Und so manch einer hatte kein gutes Gefühl dabei, das kupferbeschlagene Gebilde über Nacht unbeobachtet auf der Wiese liegen zu lassen. Groß war die Angst vor Langfingern, die ja vielerorts unterwegs sind, um Metall zu stehlen. Eine Chance hätten diese Spitzbuben allerdings nicht gehabt, denn die Turmspitze stand quasi die ganze Nacht über unter Beobachtung. „Ich habe regelmäßig aus dem Fenster geschaut“, erzählt Elke Borchert lachend. Für sie, in unmittelbarer Nachbarschaft wohnend, sei es eine Selbstverständlichkeit gewesen, wachsam zu sein. Einen kurzen Schreckmoment habe sie gegen 4.30 Uhr erlebt, als sie diffuses Licht vom Fenster aus sah. „Das war aber nur ein Jäger mit einem besonderen Fernglas“, stellte Elke Borchert beruhigt fest. Nach der Anspannung der vergangenen Wochen, denn immer wieder galt es kleinere Hürden zu überwinden, war vor allem Hanns- Ludwig Viebahn die Freude an diesem Tag regelrecht im Gesicht abzulesen. „Ich bin sehr erleichtert“, sagte der Vereinsvorsitzende im Anschluss. Der größte Teil des Wiederaufbaus des Kirchturmes ist damit nämlich beendet. In den nächsten Wochen bekommt das Verbindungsstück zwischen Spitze und Sockel, der sogenannte Turmhelm, noch seine Holzkonstruktion und den Kupferbeschlag. Und ein Lichtband muss noch gesetzt werden. Bis zum Osterfest sollen diese Arbeiten und damit dann auch der erste Bauabschnitt fertig sein. Am Himmelfahrtstag, dem 17. Mai, wird der Turm in einem festlichen Gottesdienst eingeweiht. Doch abgeschlossen ist das Lindenberger Projekt damit noch längst nicht. In einem weiteren Bauabschnitt soll schließlich eine Winterkirche entstehen. Dafür sammeln die Vereinsmitglieder weiter fleißig Spenden. Und auch eine neue Glocke soll möglichst noch in diesem Jahr in den Kirchturm eingebaut werden. „Die alte kann dort nicht mehr hinauf und muss ersetzt werden“, erläuterte Pastorin Else Bernds-Fischer.

 

Kontakt zur Autorin
j.otto@nordkurier.de

 

Die vier Tonnen schwere Spitze schwebte dank eines großen Krans langsamauf den Kirchturm-Sockel zu.

 

In luftiger Höhe bekam der Turm schließlich noch einen Wetterhahn aufgesetzt. FOTOS: JANA OTTO

 

Mitglieder des Beggerower Posaunenchores begleiteten das Aufsetzen der Turmspitze musikalisch.

 

Quelle: Nordkurier, Demminer Zeitung vom 22.03.2012

Turmspitze auf den Weg gebracht

25 März 2012

Von unserem Redaktionsmitglied
Jana Otto

Heute Mittag soll ein Kran die Turmspitze auf die Lindenberger Kirche setzen. Das knapp 30 Meter lange Gebilde wurde gestern Nachmittag an seinen Bestimmungsort gebracht.

 

LINDENBERG. Einem besonderen und in der Gegend wohl einmaligen Ereignis schaut die Lindenberger Kirchgemeinde heute entgegen: Gegen Mittag bekommt das Gotteshaus seinen Kirchturm zurück. Damit heute der Kran anrücken und die Spitze aufsetzen kann, wurde sie gestern Nachmittag von einer Werkshalle des Stahl- und Metallbau-Unternehmens Viebahn an den Fuß der Kirche gebracht. Viele Lindenberger begleiteten den Transport und konnten so einen unmittelbaren Blick auf die vier Tonnen schwere Spitze werfen. Dabei hatten die Transporteure einige schwierige Stellen zu passieren. Schon alleine beim Ausfahren aus der Halle stockte den Zuschauern der Atem, waren doch an einigen Punkten nur ein paar Zentimeter Luft zwischen Turm und Hindernis. Während die beiden Straßen und die Kreuzung relativ schnell passiert werden konnten, brachte der unbefestigte Boden des Weges, der anschließend eingeschlagen werden musste, den Transport für einige Minuten zum Erliegen. Doch auch darauf waren die Akteure eingestellt, wechselten die Fahrzeuge und schon ging es weiter. Nach knapp zwei Stunden dann konnte die Kirchturmspitze am Fuße der Kirche abgelegt werden. Gleich heute früh rückt nun der Kran an, um die Vorbereitungen für das Aufsetzen zu tätigen. Gegen Mittag dann, so schätzte Fördervereinsmitglied Hanns-Ludwig Viebahn gestern, soll die neue Kirchturm-
spitze an ihren Platz gebracht werden. Für dieMitglieder des Fördervereins erfüllt sich damit ein lang gehegter Wunsch. Seit 1996 bemühen sie sich umdenWiederaufbau des Kirchturms, der im April 1920 durch einen Blitzschlag abgebrannt war.

Auf dem Weg von der Werkshalle bis zur Kirche begleiteten viele Lindenberger gestern den Kirchturm-Transport.

 

 

Quelle: Demminer Zeitung, Nordkurier vom 21.03.2012