Beiträge getagged ‘Kirchturmbau’

Kirchturm- Förderer beziehen in der Öffentlichkeit Schelte

7 Juni 2013

Der Nordkurier berichtete in seiner Ausgabe vom 04.06.2013 Folgendes:

 

Von Jana Otto
Verärgerte Sponsoren und ratlose Fördervereinsmitglieder: Dieser Tag der Fördervereine wird den Lindenbergern lange in Erinnerung bleiben.

 

LINDENBERG. „Ich kann sehr gut damit leben, dass ein Erfolg viele Väter hat. Aber falsche Väter finde ich nicht gut“, sagt Hanns-Ludwig Viebahn, Vorsitzender des Fördervereins Kirche Lindenberg, ärgerlich. Ihm und seinen Mitstreitern fehlten die Worte bei dem, was die Vereinsmitglieder am Sonnabend zu hören bekamen. Da nämlich hatte die Kirche in Lindenberg Besuch. Anlässlich des Tages der Fördervereine begaben sich knapp 200 Vereinsvertreter der Nordkirche auf Besichtigungstour, die sie nach Stavenhagen und Verchen, aber auch nach, Lindenberg führte. Hier hatten sich 1996 engagierte Menschen zusammengetan, um Spenden für den Wiederaufbau des Kirchturms zu sammeln. Dank des jahrelangen Einsatzes der Mitglieder, unzähliger Spender und Patronatsmittel der evangelischen Kirche ist das im vergangenen Jahr auch gelungen (der Nordkurier berichtete). Doch von Anerkennung dieses Engagements war in den Worten von Pastorin Else Bernds-Fischer und dem Baubeauftragten imPommerschen Kirchenkreis, Ralf Schönberg, kaum etwas zu hören. Im
Gegenteil, der Förderverein musste sogar öffentlich Schelte einstecken. „Das Projekt wurde im Stillen angeschoben, Verträge wurden unterschrieben, ohne dass die Finanzierung stand und die Kirche miteinbezogen wurde“, schilderte Ralf Schönberg den überraschten Besuchern. Schönberg habe aufgrund fehlender Gelder zwischenzeitlich einen Baustopp verhängt, letztlich sei die Kirchgemeinde eingesprungen, um Rechnungen zu beglei-
chen. „Das ist einfach nicht wahr“, wehrt sich Hanns-Ludwig Viebahn. Am liebsten wäre er vor die Gäste getreten, um Dinge gerade zu rücken. „Doch das gehört sich nicht“, meint er nachdenklich. Der Vereinsvorsitzende bestreitet vehement, dass Geld für den Kirchturm-Bau oder für Planungsleistungen gefehlt habe. „Als der Baustopp verhängt wurde, hatten wir auch nach mehrmaliger Prüfung ein Plus in der Kasse.“ Vielmehr habe der Verein die durch den Baustopp verursachten Kosten tragen müssen, letztlich habe es aber sogar noch für die Holzverschalung des Turms gereicht. „Wäre es nach den beiden gegangen, würde der Turm heute noch nicht stehen“, schimpfte auch Irmtraud Carl beim Verlassen der Kirche.

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Mitglieder des Fördervereins hatten einen Stand aufgebaut, an
dem sich die Gäste über den Bau informieren konnten.

 

Ein Kommentar von Jana Otto

Mut nicht verlieren!

Ein Tag des Erfahrungsaustausches und des Dankes sollte dieser Fördervereinstag laut Ankündigung der evangelischen Kirche werden. In Lindenberg war von Dank nichts zuspüren. Vielmehr fühlten sich die Mitglieder des dor-
tigen Kirchturm-Fördervereins von Kirchenvertretern vorgeführt. Anerkennung für Geleistetes und Motivation weiterzumachen gab es nur wenig. Dabei sollte die Kirche froh sein, dass sie so engagierte Menschen hat, die sich hoffentlich nicht entmutigen lassen. Denn was wäre ein Gotteshaus ohne die Menschen, die es mit Leben erfüllen?

 

Quelle: Nordkurier, Demminer Zeitung vom 04.06.2013

 

Nordkurier berichtet: Kirchturmweihe steht bevor

17 Mai 2012

LINDENBERG. Nachdem Mitarbeiter der Demminer Firma Horn in den vergangenen Wochen den Lindenberger Kirchturm mit Kupfer beschlagen haben, wurde gestern das Baugerüst abgebaut. Damit sind die Arbeiten pünktlich zur Kirchturmweihe abgeschlossen. Am morgigen Himmelfahrtstag um 14 Uhr wird der Kirchturm mit einem Gottesdienst eingeweiht, anschließend gibt es imLindenberger Gemeindehaus ein kleines Fest mit Kaffee und Kuchen. TEXT/FOTO: JANA OTTO

 

Quelle: Nordkurier, Demminer Zeitung vom 16./17.05.2012

Nordkurier berichtet am 13.03.2012 – Kirchturm wirft sich in Schale

16 März 2012

LINDENBERG. Noch etwa zwei Wochen sind Mitarbeiter des Borrentiner Unternehmens Hicke in Lindenberg damit beschäftigt, den Kirchturm mit Lärchen-Brettern zu verschalen. Etwa 8,8 Kubikmeter des Holzes werden für die Verkleidung benötigt. Dieses Holz kann unbehandelt bleiben und erhält mit der Zeit eine graue Farbe. Wann das von vielen Unterstützern und Spendern erwartete Aufsetzen der Kirchturmspitze erfolgen kann, soll sich noch in dieser Woche entscheiden, wie Jens Viebahn auf Nachfrage des Nordkurier mitteilte. (JOT) FOTO: JANA OTTO

Turmspitze bekommt Kupferblech – Nordkurier berichtet

19 Februar 2012

LINDENBERG. Die Vorbereitungen sind fast abgeschlossen, nun muss nur noch das Wetter mitspielen: Burkhard Hahn, Mitarbeiter des Stahl- und Metall- bauunternehmens Viebahn, befestigt die letzten Kupferbleche an der Turm- spitze, die künftig weit über die Lindenberger Kirche hinaus strahlen wird. Noch liegt die Spitze in der Werkstatt, doch schon im kommenden Frühling soll sie auf den Turm des Gotteshauses gesetzt werden. Dieses Aufsetzen soll nach Auskunft der Kirchgemeinde in einem festlichen Rahmen stattfinden. (JOT) FOTO: JANA OTTO

Quelle: Nordkurier, Demminer Zeitung, 15.02.2012

Kinder erobern Kirchturm- Spitze

19 Februar 2012

LINDENBERG. „So nahe kommen wir da nicht mehr ran“, sagt Sabine Carl. Und so ergriff die Leiterin der evangelischen Kita „Zwergenstübchen“ in Lindenberg eine einmalige Chance: Die Mädchen und Jungen der Kindertagesstätte schauten sich schon einmal die Kirchturmspitze an, die momentan noch in der Werkstatt des Stahl- und Metallbau-Unternehmens Viebahn in Lindenberg liegt. Beeindruckt von der Größe – die Turmspitze füllt eine große Fläche in der Halle aus – staunten die Kinder über das Gebilde. „Sieht aus wie eine Rakete“, stellten die Kleinen dann schließlich fest und die Erzieherinnen Sabine Carl und Angela Fritz mussten ihnen lachend recht geben.
Die Idee, den Kindern einmal zu zeigen, was hinter den Werkstatttüren gebaut wird, hatte Sabine Carl, die sich sowohl in der Kirchgemeinde als auch im Förderverein engagiert. „Wir haben die Bauarbeiten draußen an der Kirche in den vergangenen Monaten mit den Kindern ja beobachtet und mitverfolgt“, sagt sie. Und da die Kirchturmspitze im gleichen Ort gefertigt wird, lag der Gedanke nahe, den Kindern den Turm zu zeigen. „Das ist für uns und die Kinder eine einmalige Chance, so nahe an die Turmspitze zu kommen“, findet Sabine Carl. Die Mädchen und Jungen könnten so auch noch in vielen Jahrzehnten erzählen, dass sie dabei waren, als die Turmspitze gebaut wurde. Denn während sich
die Kinder in aller Ruhe umschauen konnten, waren Mitarbeiter des Unternehmens damit beschäftigt, die Holzkonstruktion des Kirchturms mit Kupferblech zu beplanken. Dass die Mädchen und Jungen der örtlichen Kindertagesstätte so
nahe an der Spitze waren, wurde sogar für die Nachkommen festgehalten: Sabine Carl verewigte den Besuch mit Bleistift auf etwas Holz, das noch hervorlugte.  (JOT)

Über die Größe des Kirchturms staunten die Kinder der evangelischen Kita in Lindenberg. Das Gebilde schauten sie sich in einer Lindenberger Werkstatt an. FOTO: JANA OTTO

Quelle: Nordkurier, Demminer Zeitung, 14.02.2012

„Happy Voices“ singen 400 Euro ein

13 Januar 2012

Von unserem Redaktionsmitglied
Jana Otto
Kalte Füße und warme Herzen bescherte das zweite Benefizkonzert in Lindenberg seinen Gästen. Die starken Stimmen aus Stavenhagen begeisterten das Publikum.

LINDENBERG. Mit stehenden Ovationen und kräftigem Applaus bedankten sich Gäste am Montagabend bei den Sängerinnen und Sängern des Stavenhagener Gospelchores „Happy voices“ in der Lindenberger Kirche. Die Gruppe war zu einem Benefizkonzert angereist, das Kirchgemeinde und Förderverein organisiert hatten. Denn an dem Lindenberger Gotteshaus soll der in den 20er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts abgebrannte Kirchturm wieder aufgebaut werden. Um Spenden zu sammeln, luden die Initiatoren deshalb bereits zum zweiten Mal zu einem Konzert in das Gotteshaus. Rund 80 Gäste machten sich auf den Weg, um ein Konzert der besonderen Art zu erleben. Schon beim Einzug des Chores war dem Publikum klar, dass das kein gewöhnliches Konzert wird. Denn singend, swingend und klatschend betraten die Sängerinnen und Sänger in ihren roten Roben die Kirche. Unter Leitung und mit Keyboardbegleitung von Kantorin Julia Uhlenwinkel präsentierten die „Glücklichen Stimmen“ unter dem Titel celebrate, also feiern, Lieder aus ihrem Repertoire. Der Chor hielt sein Versprechen und feierte mit den Zuhörern, die natürlich ihren Teil zum Gelingen beitragen mussten. Immer wieder wandte sich die Kantorin an die Gäste, führte mit viel Charme und Witz durchs Programm und ermunterte stets zum Mitmachen. Anfangs zwar etwas verhalten, aber schließlich doch mit viel körperlichem Einsatz, folgte das Publikum den Anweisungen gern. Stand auf, swingte, schnippste und klatschte mit. „Damit sie nicht an den Kirchenbänken festfrieren“, hieß es augenzwinkernd zur Begründung. Zum Höhepunkt dann, als das Motto des Auftritts „celebrate“ musikalisch umgesetzt wurde, fordert Julia Uhlenwinkel das Publikum dazu auf, wirklich alles zu geben. „Was Ihnen auch einfällt, jetzt ist der Punkt, um es einzubringen“, sagte sie lachend.
Trotz der doch kühlen Kirche wurden die Gäste dank des herzlichen Auftritts im Innern schnell warm. Zudem hatten anschließend alle die Möglichkeit, sich bei einem Becher Punsch oder Tee und Keksen, die Familie Viebahn vorbereitet hatten, auch äußerlich etwas aufzuwärmen. „Es war einfach nur toll“, waren sich die Lindenberger und Einwohner aus den umliegenden Dörfern im Anschluss einig. Sehr zufrieden waren auch der Verein und die Kirchgemeinde. „Wir wissen jetzt, warum sie sich Happy voices nennen“, sagte Pastorin Else Bernds-Fischer und bedankte sich bei den Chormitgliedern, die mit ihrem Auftritt den Wiederaufbau des Kirchturms unterstützten und ohne Honorar abreisten. Knapp 400 Euro hat das Konzert in die Spendenkasse gespült. Das Geld soll schließlich für den zweiten Bauabschnitt des Kirchturmbaus genutzt werden, wie Petra Czesnik vom Förderverein mitteilte. In diesem Bauabschnitt soll der jetzige Rohbau aus Kalksandstein mit Holz verblendet werden. Dafür kann jeder Interessierte ein symbolisches Brettchen, die der Törpiner Tischlermeister Hartmut Drews angefertigt hat, käuflich erwerben. „Die Spender werden dann namentlich erfasst und später auf einem großen Brett genannt, das wahrscheinlich im Turmaufgang angebracht wird“, erläutert Petra Czesnik. Damit plant der Verein schon voraus, denn die Mitglieder gehen davon aus, dass der erste Bauabschnitt zum Ende des ersten Quartals abgeschlossen wird. „Der Turm soll spätestens Ende März stehen. Die Errichtung werden wir dann feierlich begehen“, verspricht Petra Czesnik. Und auch weitere Konzerte sollen in der Lindenberger Kirche folgen.

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j.otto@nordkurier.de

 

Das Publikum ließ sich von der Musik des Gospelchores mitreißen und zum Mitmachen animieren.

Kantorin Julia Uhlenwinkel führte charmant und witzig durch das Programm ihres Gospelchores.

Einen Querschnitt ihres Könnens präsentierten die „Happy voices“ aus Stavenhagen.

 

Nordkurier berichtet über Kirchturmbau

26 November 2011

Unter der Überschrift „Turm soll Kirche wieder ins Dorf holen“ berichtete der Nordkurier am 24.11.2011 über die Baumaßnahmen.

Von unserem Redaktionsmitglied
Jana Otto
Der lange Atem des Fördervereins der Kirche Lindenberg zahlt sich aus. Sein Ziel, den Kirchturm wieder aufzubauen, rückt in greifbare Nähe.
LINDENBERG.

Jahre lang haben sich viele Menschen um den Wiederaufbau des Lindenberger Kirchturms bemüht, Spenden wurden gesammelt und Planungen erarbeitet. Seit ein paar Wochen nun laufen die Arbeiten an dem Kirchturm auf vollen Touren. Und mit jedem Abschnitt, den die Handwerker erschaffen, kommen die Lindenberger ihrem großen Ziel ein gewaltiges Stück näher. Schon jetzt, wo der Massivbau zwar abgeschlossen ist, der eigentliche Kirchturm aber noch fehlt, lässt sich erahnen, wie das Kupferdach einst über die Hausdächer hinweg in die Gegend strahlen wird. Dabei haben die Handwerker der Borrentiner Baufirma Hicke ganz unten angefangen und sich langsam in die Höhe gearbeitet. Denn als erstes stand die Sanierung der unteren Turmwände an, bevor dann ein sieben Meter hoher Turmsockel aufgemauert wurde. Laut Planungen soll dieser später noch mit Holz verkleidet werden.
Auf diesen Turmsockel kommt dann schließlich der 24 Meter hohe Kirchturm. Wolfgang Hicke, Chef der bauausführenden Firma aus Borrentin, ist zufrieden mit dem Vorankommen der Arbeiten. „Der Auftrag kam zwar spät im Jahr, doch der positive Witterungsverlauf in diesemHerbst hat das wieder wettgemacht“, schätzt Hicke ein. Und so konnte gestern die Turmdecke von der zuständigen Behörde abgenommen werden. Die Decke muss nun 20 Tage aushärten, bevor es mit den Arbeiten weitergehen kann. Wolfgang Hicke geht nicht davon aus, dass der Kirchturm noch in diesem Jahr aufgestellt werden kann. Dieser oberste Teil wird seinen Angaben zufolge komplett am Boden vorgefertigt und dann mit einem Kran aufgesetzt. Still und heimlich soll das nicht passieren. „Das wird ein festlicher Akt“, sagt Hicke. Sein Unternehmen hat übrigens Erfahrungen im Wiederaufbau solcher Kirchtürme. Insgesamt drei Türme in Mecklenburg-Vorpommern, darunter der 46 Meter hohe Woldegker Kirchturm, wurde von ihm und seinen Handwerkern errichtet. Der Förderverein der Kirche Lindenberg plant in des eine Konzert-
reihe, um weitere Spenden für den Aufbau einzuwerben. Eröffnet wird die Reihe am zweiten Advent, dem 4. Dezember, um 16 Uhr in der Lindenberger Kirche mit einem Konzert des Beggerower Posaunenchores. In Planung ist
auch ein Konzert im Januar, dann möchte der Verein den Gospelchor aus Stavenhagen in das Gotteshaus einladen. „Mit dem Wiederaufbau des Kirchturms wollen wir auch das Dorfleben bereichern und die Kirche wieder ins Dorf holen“, sagte Petra Czesnik.
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j.otto@nordkurier.de

Quelle: Nordkurier, Demminer Zeitung vom 24.11.2011

 

Neue Fotos vom Baubeginn

12 November 2011

Gehen Sie mit uns auf eine Entdeckungsreise vom Baubeginn des Kirchturms bis zur Fertigstellung! Sie werden auf unserer Homepage immer wieder neue Fotos entdecken, die die Entwicklung des Kirchturmbaus dokumentieren. Schauen Sie sich also um! Es ist und wird sehr interessant werden!

 

Die Fotos vom Baubeginn findet man hier!

Außerdem wurde vom Kirchturm ein schönes Panorama über unser Dorf Lindenberg gemacht, welches Sie hier sehen:

 

Gemeinde beteiligt sich an Kirchturmbau

18 Juni 2011

Projekt

Gut 24 000 Euro fehlen dem Lindenberger Kirchturmverein noch, um sein Zeil zu verwirklichen. Die Gemeinde will nun doch Geld dazugeben.

VON JANA OTTO

Lindenberg. Die Gemeinde Lindenberg wird einen finanziellen Beitrag von 5 000 Euro für den Wiederaufbau des Lindenberger Kirchturmes zusteuern. Zwar gibt es noch keinen Beschluss, allerdings waren sich die Gemeindevertreter nach der Zusammenkunft mit dem Kirchturmverein einig. Am vergangenen Donnerstag trafen sich die Abgeordneten mit Vertretern des Vereins, um sich über den aktuellen Stand des Bauvorhabens zu informieren. Dabei ging es um die Finanzen. Denn der Wiederaufbau des im April 1920 durch einen Blitzschlag abgebrannten Kirchturms kostet 192 000 Euro. Eine Summe, die der Verein über Spenden und Patronatsmittel der evangelischen Kirche größtenteils zusammen hat. „Es fehlen noch 24 201 Euro“, rechnete Petra Czesnick, Schatzmeisterin im Verein, vor. Sie machte deutlich, dass einige Spenden bereits angekündigt, allerdings noch nicht eingegangen seien, so dass sich dieses Defizit noch verringern werde. „Wir sind sehr optimistisch, dass wir auch das letzte bisschen noch zusammenkriegen“, bekräftigte Hanns- Ludwig Viebahn. Der Förderverein habe mit seinem einmaligen Projekt etwas ins Rollen gebracht, hinter dem viele Einheimische, aber auch Fremde stünden, verdeutlichte Viebahn. Allein die Straßensammlung in der Gemeinde habe gut 1 200 Euro eingebracht, Spenden flossen auch aus umliegenden Gemeinden und Städten, genauso wie aus München oder Pennsylvania. Zudem haben viele Firmen und Privatleute, die sich mit Lindenberg verbunden  fühlen, Geld für das Projekt gegeben.

Die Gemeinde Lindenberg hatte bislang gezögert, sich auf eine Summe festzulegen (der Nordkurier berichtete). Noch unter Volkmar Hirschner wurden für das Vorhaben 5 000 Euro in den Haushalt eingestellt. Sein Amtsnachfolger Albrecht Neukirch hatte noch vor der Wahl deutlich gemacht, dass er nicht bereit sei, so viel Geld zuzusteuern. Er begründete diese Haltung damit, dass er nicht an einen Baubeginn noch in diesem Jahr glaube und so das Geld möglicherweise versande. Allerdings räumte er ein, dass wenn diese Summe zum Baustart fehlte, er bereit wäre, die 5 000 Euro zu geben. „Und dazu stehe ich auch weiterhin“, sagte Neukirch. Er machte den Vorschlag, die Summe zu splitten. 2 500 Euro würde der Verein sofort bekommen, die gleiche Summe gebe es beim Baustart. Da der Verein seine finanziellen Mittel gegenüber der Kirche offenbaren muss, reiche die mündliche Zusage in diesem Falle nicht aus, räumte Petra Czesnick ein. Die Gemeindevertreter einigten sich darauf, dass sie auf der nächsten Sitzung einen Beschluss fassen werden, der 5 000 Euro ausweise, die Zahlung allerdings wie vorgeschlagen erfolge. „Damit können wir gut leben“, sagte Petra Czesnick.

Der Verein geht davon aus, dass noch im Sommer mit dem Wiederaufbau des Kirchturms begonnen werden kann. Die Planung ist fertig, die Baugenehmigung vorhanden und die Ausschreibung erfolgt.

 

Quelle: Nordkurier, Mai 2011

Für ein aktives Gemeindeleben

18 Juni 2011

Der Neubau des Turms der Kirche Lindenberg rückt in greifbare Nähe

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

So soll es einmal wieder aussehen… (Foto: privat)

 

Unsere Kirchengebäude: mancherorts scheint ihr Verfall unaufhaltsam. In dieser kleinen Gemeinde aber passiert genau das umgekehrte: eine alte Kirche soll wieder aufgebaut und auch winters mit Leben gefüllt werden. Petra Czesnick aus dem Gemeindekirchenrat und Jutta Viebahn aus der Gemeinde beschreiben, wie alles begann …

 

Wir haben in unserer Gemeinde Lindenberg im Kreis Demmin eine schöne alte Wehrkirche aus dem 16. Jahrhundert. Es ist ein rechteckiger Feldsteinbau, der leider nicht gleich zu entdecken ist. Unserer Kirche fehlt der Turm. 1920 wurde er vom Blitz getroffen und brannte ab. Die Reste des Turmes, das Untergeschoss, blieben erhalten.

Im Inneren der Kirche wurden 1956 bei Restaurierungsarbeiten kostbare Malereien von 1597 freigelegt. Sie wurden wohl im Auftrag des Pommernherzogs Ernst Ludwig angefertigt. Die Bilder wurden übertüncht und gerieten in Vergessenheit. Ebenfalls eine Orgel des Orgelbauers B. Grüneberg und ein kostbarer Renaissancealtar befinden sich in der Kirche. Unser Gotteshaus gehört zu den wertvollsten im ländlichen Raum Mecklenburg- Vorpommerns.

Den Turm dazu wieder aufzubauen, ist schon lange der Wunsch der Gemeinde. Kirchen waren immer Orte der Gebete, der Andacht bei Freud und Leid, der Besinnung und sie sind es bis in unsere Zeit hinein. Wir sollten sie schützen, erhalten und auch wieder aufbauen.

Durch die Wende ermutigt, fasste der Kirchenrat den Beschluss dazu. Aus Amerika bekam der Gedanke Unterstützung. Ein Bürger aus dem fernen Land besuchte unseren Friedhof, seine Vorfahren suchend. Er bemerkte den fehlenden Turm und spendete 100 Dollar für den Aufbau des Turms. Das hat den Kirchenrat ermuntert, sich der Sache intensiv anzunehmen.

1996 gründeten wir einen Kirchturmverein. Viele Jahre bemühten wir uns, das Geld reichte nicht. Im Herbst 2009 bekamen wir einen zündenden Hinweis von Pastor Ott aus Beggerow, dass die Lindenberger Kirche eine Patronatskirche sei und wir aus dem Fond der Patronatsmittel Finanzen beantragen könnten. Was wir sofort taten. Durch die Fürsprache und Unterstützung des damaligen Superintendenten Gienke und Pastor Ott stimmte der Kreiskirchenrat dem Antrag zu.

Patronatsmittel deckten die Hälfte der Kosten. Die andere Hälfte muss der Verein selber aufbringen. Bei der Projektierung entstand der Gedanke, in den Turm eine Winterkirche einzubauen für Gottesdienste und anderer Veranstaltungen. Das alte Pfarrhaus ist nämlich baufällig. Aber wir sind Heimatkirche für Lindenberg und die umliegenden Dörfer: Gemeindemitglieder kommen aus Krusemarkshagen, Hasseldorf, Alt- und Neukentzlin. Und wir wünschen ein aktives Gemeindeleben!

Noch in diesem Jahr soll der Bau beginnen. Ein gutes Stück näher ans Ziel brachte uns Thies Holtmeier auf der letzten Vereinsversammlung, der spontan 10 000 Euro spendete. Unser Gast war nämlich erstaunt, dass es so etwas gibt: dass eine Gemeinde wirklich einen Kirchturm aufbauen will. Auch durch Spenden, Beitragzahlungen, Straßensammlungen u.a. konnten wir eine große Summe aufbringen.

Leider fehlen noch immer große Summen, um die kirchenaufsichtliche Genehmigung durch das Konsistorium in Greifswald zu erreichen.

Darum bitten wir um jede finanzielle Unterstützung, damit der Kirchturmbau unseres alten schönen Gotteshauses wieder aufgebaut werden kann.
Spendenkonto: Förderverein Kirche Lindenberg; Volksbank Demmin; BLZ 15091674; KN 100005930

Quelle: Die Kirche – evangelische Wochenzeitung, 22.05.2011