„Happy Voices“ singen 400 Euro ein

13 Januar 2012 von Maria Steinwehr Kommentieren »

Von unserem Redaktionsmitglied
Jana Otto
Kalte Füße und warme Herzen bescherte das zweite Benefizkonzert in Lindenberg seinen Gästen. Die starken Stimmen aus Stavenhagen begeisterten das Publikum.

LINDENBERG. Mit stehenden Ovationen und kräftigem Applaus bedankten sich Gäste am Montagabend bei den Sängerinnen und Sängern des Stavenhagener Gospelchores „Happy voices“ in der Lindenberger Kirche. Die Gruppe war zu einem Benefizkonzert angereist, das Kirchgemeinde und Förderverein organisiert hatten. Denn an dem Lindenberger Gotteshaus soll der in den 20er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts abgebrannte Kirchturm wieder aufgebaut werden. Um Spenden zu sammeln, luden die Initiatoren deshalb bereits zum zweiten Mal zu einem Konzert in das Gotteshaus. Rund 80 Gäste machten sich auf den Weg, um ein Konzert der besonderen Art zu erleben. Schon beim Einzug des Chores war dem Publikum klar, dass das kein gewöhnliches Konzert wird. Denn singend, swingend und klatschend betraten die Sängerinnen und Sänger in ihren roten Roben die Kirche. Unter Leitung und mit Keyboardbegleitung von Kantorin Julia Uhlenwinkel präsentierten die „Glücklichen Stimmen“ unter dem Titel celebrate, also feiern, Lieder aus ihrem Repertoire. Der Chor hielt sein Versprechen und feierte mit den Zuhörern, die natürlich ihren Teil zum Gelingen beitragen mussten. Immer wieder wandte sich die Kantorin an die Gäste, führte mit viel Charme und Witz durchs Programm und ermunterte stets zum Mitmachen. Anfangs zwar etwas verhalten, aber schließlich doch mit viel körperlichem Einsatz, folgte das Publikum den Anweisungen gern. Stand auf, swingte, schnippste und klatschte mit. „Damit sie nicht an den Kirchenbänken festfrieren“, hieß es augenzwinkernd zur Begründung. Zum Höhepunkt dann, als das Motto des Auftritts „celebrate“ musikalisch umgesetzt wurde, fordert Julia Uhlenwinkel das Publikum dazu auf, wirklich alles zu geben. „Was Ihnen auch einfällt, jetzt ist der Punkt, um es einzubringen“, sagte sie lachend.
Trotz der doch kühlen Kirche wurden die Gäste dank des herzlichen Auftritts im Innern schnell warm. Zudem hatten anschließend alle die Möglichkeit, sich bei einem Becher Punsch oder Tee und Keksen, die Familie Viebahn vorbereitet hatten, auch äußerlich etwas aufzuwärmen. „Es war einfach nur toll“, waren sich die Lindenberger und Einwohner aus den umliegenden Dörfern im Anschluss einig. Sehr zufrieden waren auch der Verein und die Kirchgemeinde. „Wir wissen jetzt, warum sie sich Happy voices nennen“, sagte Pastorin Else Bernds-Fischer und bedankte sich bei den Chormitgliedern, die mit ihrem Auftritt den Wiederaufbau des Kirchturms unterstützten und ohne Honorar abreisten. Knapp 400 Euro hat das Konzert in die Spendenkasse gespült. Das Geld soll schließlich für den zweiten Bauabschnitt des Kirchturmbaus genutzt werden, wie Petra Czesnik vom Förderverein mitteilte. In diesem Bauabschnitt soll der jetzige Rohbau aus Kalksandstein mit Holz verblendet werden. Dafür kann jeder Interessierte ein symbolisches Brettchen, die der Törpiner Tischlermeister Hartmut Drews angefertigt hat, käuflich erwerben. „Die Spender werden dann namentlich erfasst und später auf einem großen Brett genannt, das wahrscheinlich im Turmaufgang angebracht wird“, erläutert Petra Czesnik. Damit plant der Verein schon voraus, denn die Mitglieder gehen davon aus, dass der erste Bauabschnitt zum Ende des ersten Quartals abgeschlossen wird. „Der Turm soll spätestens Ende März stehen. Die Errichtung werden wir dann feierlich begehen“, verspricht Petra Czesnik. Und auch weitere Konzerte sollen in der Lindenberger Kirche folgen.

Kontakt zur Autorin
j.otto@nordkurier.de

 

Das Publikum ließ sich von der Musik des Gospelchores mitreißen und zum Mitmachen animieren.

Kantorin Julia Uhlenwinkel führte charmant und witzig durch das Programm ihres Gospelchores.

Einen Querschnitt ihres Könnens präsentierten die „Happy voices“ aus Stavenhagen.

 

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